Dem Frühling zum Trotz…

immer. immer habe ich an dich geglaubt.

immer. immer habe ich nach dir gesucht.

immer. immer habe ich nach dir ausschau gehalten.

immer. immer habe ich dich für möglich gehalten.

immer. bedingungslos.

 

dann. dann kamst du.

dann. dann hast du mich überwältigt.

dann. dann hast du mich beglückt.

dann. dann hast du mich erfüllt.

 

aber. aber du hast mich getäuscht.

aber. aber du hast mich verletzt.

aber. aber du hast mich ausgelaugt.

aber. aber du hast mir meinen glauben an Dich geraubt.

 

und jetzt? und jetzt ignoriere ich dich. vorerst. für immer?

 

Frühling. Frühlingsgefühle. Liebe. Leidenschaft. Zweisamkeit. Beziehung. Zukunftsplanung…

Kaum ein Mensch scheint sich dieser Tage mit etwas anderem zu beschäftigen. Und ja – die Sonne lockt uns nach draussen und die Gefühle brechen sich bahn.

Ich selbst gehörte immer zu den glühendsten Anhängerinnen der Liebe. Wollte aus meinem ICH und einem DU ein WIR machen. Liebe leben, die Zukunft ermöglichen und zusammen sein.

Allen Zynikern und Pseudorealisten zum Trotz habe ich stets an sie geglaubt – die große Liebe…

Nichts habe ich mir sehnlicher gewünscht als eine Beziehung, die geprägt ist von Liebe, Leidenschaft, Interesse, Entwicklung, dem richtigen Maß an Nähe und Distanz, Respekt, Achtung, Zärtlichkeit und allem, was eben so dazu gehört.

Habe? Ist das alles vergangen? Müsste ich diese Frage unmittelbar beantworten, würde ich dies mit einem JA tun. Denn – ich habe die Nase voll. Oder – meine Prioritäten haben sich verschoben.

Es geht mir grad weniger um das Aussen, um ein Gegenüber. Ich möchte eine Beziehung. Jedoch mit mir und zwar ausschließlich. Einen Exklusivvertrag mit mir selbst.

Egoismus? Vielleicht… Aber ein gewisses Maß an Egoismus tut ja bekanntlich gut, soll sogar gesund sein und da ich dies bisher ignoriert habe, darf ich jetzt sicher einmal egoistisch sein und eine kleine Egoparty veranstalten, einen Egotrip unternehmen.

Ich nehme mich also selbst an die Hand, eröffne mir neue Horizonte, gehe mit mir an meine Grenzen, ergründe meine Tiefen, stimuliere mich auf allen Ebenen, verwirkliche meine Wünsch und Träume, bin mir nah und lass mich ruhen, gehe mit mir feiern, gönne mir einen Wellnesstag nur mit mir selbst, geniesse ein Candle Light Dinner For One und trinke auf meine Zukunft.

Ich träume von dem, was unmöglich ist und lebe mich aus. Ich atme tief ein und stoßweise aus. Ich halte die Augen offen und wende den Blick ab. Trunken vor Glück taumle ich durch die Welt und mein Leben.

Den Cellobogen in der Hand, entlocke ich dem holzwarmen Wesen sinnliche Töne und erfahre mich neu.

Liebe? Beziehung? Nicht für mich. Nicht jetzt…

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