Cannes lädt zum 64. Filmfestival an die Küste Südfrankreichs

Zum 64. Mal versammelt sich nun schon das who is who der Filmindustrie in Cannes, um dort dem wohl wichtigsten europäischen Filmfestival beizuwohnen.

An der Côte d’Azur werden dann in der Zeit vom 11. bis zum 22. Mai 2011 diverse Filme zu sehen sein, die in diesem Jahr vornehmlich aus Europa stammen. Sowohl Deutschland als auch die USA haben je nur einen Film im Wettbewerb.

Neben beeindruckenden FilmemacherInnen, ist vor allem die Jury in diesem Jahr ein Highlight für sich. Unter dem Vorsitz von Robert de Niro, entscheiden unter anderem Jude Law, Uma Thruman, Johnnie To und Linn Ullmann darüber, wer die begehrte Palme mit nach Hause nehmen darf.

Woody Allens „Midnight in Paris“ eröffnet das Filmfestival in Cannes. Sein Liebesbrief an Paris läuft aber ausser Konkurrenz.

Robert de Niro & Co müssen dann lediglich aus 19 Filmen auswählen, welcher die hohe Auszeichnung von Cannes verdient hat:

  • „La piel que habito“, Pedro Almódovar (Spanien)
  • „L’Apollonide – Souvenirs de la maison close“, Bertrand Bonello (Frankreich)
  • „Pater“, Alain Cavalier (Frankreich)
  • „Hearat Shulayim (Footnote)“, Joseph Cedar (Israel)
  • „Bir zamanlar anadolu’da, (Once upon a time in Anatolia)“, Nuri Bilge Ceylan (Türkei)
  • „Le gamin au vélo“, Jean-Pierre Dardenne und Luc Dardenne (Belgien)
  • „Le Havre“, Aki Kaurismäki (Finnland)
  • „Hanezu no tsuki“, Naomi Kawase (Japan)
  • „Sleeping Beauty“, Julia Leigh (Australien)
  • „Polisse“, Maïwenn (Frankreich)
  • „The tree of life“, Terrence Malick (USA)
  • „La Source des femmes“, Radu Mihaileanu (Rumänien)
  • „Ishimei, (Hara-Kiri: Death of a Samurai)“, Takashi Miike (Japan)
  • „Habemus Papam“, Nanni Moretti (Italien)
  • „We need to talk about Kevin“, Lynne Ramsay (Großbritannien)
  • „Michael“, Markus Schleinzer (Österreich)
  • „This must be the place“, Paolo Sorrentino (Italien)
  • „Melancholia“, Lars von Trier (Dänemark)
  • „Drive“, Nicolas Winding Refn (Dänemark)

Die Liste der im Wettbewerb konkurrierenden Filme ist lang und facettenreich. Dennoch gibt es den ein oder anderen Beitrag, der schon vor dem Start des Filmfestivals aufhorchen lässt. Zum Beispiel „Sleeping Beauty“ – dem deutschen Zuschauer eher als Dornröschen bekannt. Doch in dem Regiedebüt von Julia Leigh geht es keinesfalls um eine märchenhafte Liebesgeschichte, sondern um die Prostituierte Lucy (Emily Browning), der in einem Edelbordell eine ganz besondere Aufgabe zugedacht wurde: durch Drogen in Tiefschlaf versetzt, liegt sie in einem Bett und erwartet dort ihre Freier. Es gibt zwar strikte Regeln für den Umgang mit der schlafenden Schönheit, aber letztlich können die Kunden mit Lucy alles anstellen, was sie wollen und sie erfährt nicht einmal etwas davon, weil sie sich nicht an die Geschehnisse in ihrer Kammer erinnern kann.

Der von Jane Campion präsentierte Thriller wartet mit einer gehörigen Portion erotischer Spannung auf und lässt uns vermutlich tief blicken.

„The Tree Of Life“ bietet der Jury nicht nur einen viel versprechenden Stab (Brad Pitt, Sean Penn), sondern auch eine Geschichte, die den Zuschauer dazu zwingt/ bringt, seine selbst gesetzten Grenzen zu überwinden und das bisher Vorstellbare hinter sich zu lassen, um seine Augen für das (noch) Unvorstellbare zu öffnen. Wir dürfen in diesem Film die Entwicklung eines Jungen (Jack) miterleben und ihn in seiner Zerrissenheit begleiten. Er vermag es, ebenso wie seine Mutter (Jessica Chastain), die Welt mit seiner Seele zu erfassen, tief zu blicken, die Augen offen und neugierig zu halten. Sein Vater (Brad Pitt) jedoch, versucht seinem Sohn seine pragmatische Sicht der Dinge zu vermitteln und erzieht ihn mit harter Hand, um ihm nahe zu bringen, dass sich jeder Selbst der Nächste ist. Im Verlauf seines Lebens verliert sich Jack schließlich in der Welt, die ihm nur noch ein Rätsel zu sein scheint und findet seinen Platz nicht. Aber den gibt es – einen Platz im Plan des Lebens. Einen Platz im Universum. Eine wichtige Rolle. Doch wie sieht diese aus?

Es gibt einiges zu sehen und wir dürfen gespannt sein auf die phantastischen Beiträge aus aller Herren Länder. Ich freue mich auf die Filmfestspiele in Cannes 2011.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s