The world’s worst place to be gay – Leider viel mehr als der Titel einer Dokumentation.

Wer dieser Tage bei YouTube „The world’s worst place to be gay“ eingibt, wird sich einer vierteiligen Videoreihe gegenüber sehen, die Tatsachen enthüllt, die uns im Westen in ihrer ganzen Dramatik so vielleicht gar nicht bewusst sind.

Seit etlichen Jahren wird Homosexualität unter anderem von den Staatsmännern von Kenia, Uganda, Sambia, Simbabwe, Nigeria und Namibia als unafrikanisch angesehen und bezeichnet.

Wir wissen also, dass Homosexualität in Afrika nicht gern gesehen ist und vielleicht wissen wir auch, dass sie in 38 von 53 Staaten illegal und strafbar ist. In einigen wird sie sogar kriminalisiert und der Gesetzesentwurf, der Homosexualität in Uganda unter Todesstrafe stellt, wurde nur aufgrund des internationalen Drucks (vorerst) auf Eis gelegt.

Das besagte Gesetz, das in Uganda diskutiert wird, will zudem sogar Leute, die Homosexuelle unterstützen,  unter Strafe stellen. Der Umstand, das Häuser in Brand gesteckt werden und  jene, die Aidsvorsorge leisten wollen, im Gefängnis landen, zeigt auf, wie brisant die Lage vor Ort ist.

Wir hören von Diskriminierungen, Verfolgungen, Bedrohungen, Nötigungen, Folter, korrektiven Vergewaltigungen und sogar Mord.

Familien verstossen ihre Kinder und die Jugend wird bereits in frühesten Jahren von ihren LehrerInnen und Priestern darauf gedrillt, dass Schwule und Lesben keine Daseinsberechtigung haben.

Das ugandische Boulevardblatt „Rolling Stone“ hat zwischenzeitlich sogar Listen mit Bildern veröffentlicht, um die „Top Homosexuellen“ des Landes zur Jagd freizugeben, woraufhin mehrere Menschen attackiert oder gar ermordet wurden, wie zuletzt der Aktivist David Kato.

Es herrscht weder Toleranz noch Verständnis. Von Aufklärung ganz zu schweigen.

Umso wichtiger ist es, dass wir uns engagieren und für die Rechte all jener kämpfen, denen eben jene abgesprochen werden.

Ein kleiner Beitrag ist das Unterzeichnen der Petition, in der wir den uganidschen Präsidenten Museveni darum bitten, sein Veto gegen das „Kill the Gays“-Gesetz einzulegen.

Die Dokumentation des BBC Radio DJs Scott Mills ist hier zu finden.

Informationen zur Lage in Uganda und anderen afrikanischen Ländern gibt es auf den Homepages des LSVD, der LOS, Pink Cross, Nachhaltigkeit, L-Talk und der International Gay & Lesbian Human Rights Commission (IGLHRC).

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2 Gedanken zu „The world’s worst place to be gay – Leider viel mehr als der Titel einer Dokumentation.

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