DUE VOLTE GENITORI gewinnt den Publikumspreis und das PINK APPLE 2011 feiert Rekorde!

Neun fulminante Tage voller Filmgenuss, spannenden Podiumsdiskussionen und inspirierenden Begegnungen gingen am vergangenen Donnerstag in Zürich zu Ende.

Das 14. Pink Apple Festival lockte rund 7000 ZuschauerInnen in die Kinosäle und konnte somit einen Zuwachs von 10% verzeichnen und einen neuen Rekord feiern.

Wohl verdient, denn das Festival war beeindruckend und was die Filmauswahl betrifft, großartig. In 90 Filmen aus 20 Ländern war für jeden Geschmack etwas dabei und jede Sparte vertreten.

Neben den filmischen Darbietungen, luden die VeranstalterInnen zu QS-Runden, Podiumsdiskussionen und ungezwungenen Begegnungen in den Pausen zwischen oder nach den Filmen ein. Da kam es schon einmal vor, dass man/ frau sich plötzlich in einem Gespräch mit Helena Withbread wieder fand und das so natürlich und schön, als würde man die Historikerin und Herausgeberin der „Secret diaries of Miss Anne Lister“ schon ewig kennen.

Jan Walker, der Star von „Jan’s coming out„, hat uns nicht nur eine unterhaltsame Dokumentation ihrer ersten Schritte als Baby Dyke in ihrer neuen Lebenswelt gezeigt, sondern uns vor allem mit ihrer offenen und neugierigen Art erfreut. Zudem offenbarte sie uns ganz wundervolle Einblicke in das Lieben und Leben lesbischer Frauen rund um den Globus.

Nachhaltig beeindruckt darf man/ frau von Claudio Cipelleti sein, der in seiner Dokumentation „Due volte genitori“ die Eltern von Lesben und Schwulen in Italien begleitete und ihr Erleben in den Mittelpunkt rückte. Herrlich menschlich und berührend lud er die ZuschauerInnen dazu ein, die Familien bei ihrem Weg zu begleiten – vom Wissen zur Akzeptanz der Homosexualität ihrer Kinder. Während der Vorführung wurde gelacht und geweint gleichermaßen. Und das war genau das, was der Regisseur sich von seinem Publikum erbeten hatte. Wir sind dem gern nachgekommen. Am Ende des Festivals durfte Cipelleti dann auch den Publikumspreis entgegen nehmen. Mehr als nur verdient. Den Trailer zum Film gibt es hier.

Der Publikumspreis für den besten Spielfilm ging an „Contracorriente“ von Javier Fuentes-Léon.  Ein bildgewaltiger, berührender Film über eine schwule Liebe in einem peruanischen Fischerdorf, den ich leider nicht sehen konnte. Denn die Auswahl und das Angebot an sehenswerten Filmen war einfach zu groß und ich habe mir mehr als einmal gewünscht, mich teilen zu können…

Zu guter Letzt gab es dann natürlich noch den Jurypreis – den „Pink Apple Award“ für den besten Kurzfilm.

„Der «Pink Apple Award» für den besten Kurzfilm ging in diesem Jahr an «Hammerhead» des britischen Filmemachers Sam Donovan. Im Zentrum steht der kleine Boris, wild entschlossen, seine getrennten Eltern wieder zusammenzubringen. Sein grösster Feind: Lilah, die neue Freundin seiner Mutter. «Hammerhead» erzähle mit viel Witz, jedoch ohne zu albern zu werden, der Film selbst sei ähnlich launisch und unvorhersehbar wie seine Protagonisten, und er vermeide souverän die üblichen Klischees, begründet die Jury ihren Entscheid. Sam Donovan nahm den «Pink Apple Award» persönlich entgegen. Er sei «over the moon», meinte der Filmemacher bei der Preisübergabe.“(Quelle: Pink Apple Pressemitteilung)

Auch hier gibt es einen kleinen Einblick dank youTube.

Neben internationalen und Weltpremieren, wartete das Pink Apple auch mit Altbekanntem auf, wie den „Venus Boyz“. Dieser Film feierte selbst ein Jubiläum, nämlich sein zehntes und regte nach der Vorstellung zum Podium über den Gender Diskurs an und beeindruckte hierbei vor allem mit Judith Jack Halberstam.

Es waren neun wundervolle Tage angefüllt mit allem, was ein schwul-lesbisches Festival braucht.

Das Pink Apple Festival war ein voller Erfolg und wir dürfen uns schon jetzt, auf das 15. jährige Jubiläum im nächsten Jahr freuen.

DANKE!!!

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