LSVD erstattet Strafanzeige wegen Volksverhetzung – richtig so!

Dass es gewisse Gruppierungen und Menschen gibt, die einfach nicht in der Lage sind, Toleranz zu empfinden und zu leben, ist allseits bekannt. Dass jedoch ein kürzlich verstorbener Mensch und Künstler öffentlich im Netz beschimpft wird, ist eine unfassbare Verfehlung und eine Geschmacklosigkeit ohne Gleichen.

Nun erstattet der LSVD Strafanzeige wegen Volksverhetzung und tut damit das einzig Richtige. Dennoch ist es einfach nur traurig, dass es soweit kommen muss und dass es noch immer zu viele dumme, ignorante und intolerante Individuen gibt.

„Aufklärung zu Machenschaften von kreuz.net gefordert“

„Auf der Internetseite kreuz.net wird der verstorbene Schauspieler Dirk Bach seit Tagen als „pervers“ und „gestört“ beschimpft. Dazu erklärt Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) hat Anzeige gegen die Betreiber und Autoren des Internetportals „kreuz.net“ wegen Volksverhetzung erstattet. 

Kreuz.net hetzt seit Jahren gegen homo- und transsexuelle Menschen und gegen alle, die für gleiche Rechte und Respekt eintreten. Normalerweise lässt der LSVD diese Hetzer rechts liegen, denn sie haben keinen Einfluss auf die Mehrheitsmeinung in der Gesellschaft. Aber es ist empörend, dass die Hetzer von kreuz.net selbst angesichts des Todes jeglichen menschlichen Respekt vermissen lassen.

Die Macher von Kreuz.net verstecken sich feige in der Anonymität, um für ihre menschenverachtende Hasspropaganda nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden. Das muss ein Ende haben. Wir werden sehr genau darauf achten, dass die Sicherheitsbehörden ihrer Pflicht nachkommen und auch bei homophoben Straftaten intensiv ermitteln. Mit dem billigen Verweis auf den Server im Ausland ist es nicht getan. 

Auch die deutschen katholischen Bischöfe müssen mehr Verantwortung übernehmen. Sie haben sich zwar mehrfach von kreuz.net distanziert und dabei ausdrücklich und zu Recht dessen Antisemitismus wie die Hetze gegen einzelne katholische Bischöfe angeprangert. Die homosexuellenfeindlichen Hassreden auf kreuz.net haben die deutschen Bischöfe aber bislang nie beim Namen genannt. Solches Schweigen ist nicht länger tragbar. Jetzt wäre Gelegenheit, das zu ändern. Die deutschen Bischöfe sind aufgefordert, ein ausdrückliches Bekenntnis gegen solch menschenverachtende Homophobie abzugeben. Und sie sollten die Sicherheitsbehörden bei der Suche unterstützen, wer hinter diesen Hassreden und Volksverhetzungen steckt.“ (Quelle: LSVD)

Neben der zitierten Pressemitteilung ist auf der Seite des LSVD auch ein Link zum Anzeigentext zu finden.

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